Im Rahmen einer tiefenpsychologischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie werden separate Elternstunden beantragt. Diese Termine bieten Eltern einen geschützten Raum, um ihre Anliegen, Sorgen und Fragen im Umgang mit ihrem Kind zu besprechen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die aktuelle Situation des Kindes zu entwickeln und gemeinsam hilfreiche Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Gleichzeitig wird Raum geschaffen, eigene Verhaltensweisen und Reaktionsmuster zu reflektieren und ihrer unbewussten Bedeutung verstehen zu können. So sollen auch elterliche Beiträge zur Entstehung und Aufrechterhaltung der psychischen Belastung des Kindes behutsam betrachtet werden können. Die Elternstunden verstehen sich ausdrücklich nicht als Schuldzuweisung, sondern als unterstützender Bestandteil der Behandlung. Durch die enge Zusammenarbeit von Therapeut:in und Eltern können Entwicklungsprozesse des Kindes wirksam begleitet werden. Eine vertrauensvolle und offene Mitarbeit der Eltern ist dabei ein wichtiger Baustein für den Therapieerfolg.