Tiefenpsychologie
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes und gemäß den Psychotherapie-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses zugelassenes Richtlinienverfahren. Damit ist die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie eine von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannte und abrechnungsfähige Leistung.
Was ist Tiefenpsychologische Therapie?
Die tiefenpsychologische Therapie beschäftigt sich vor allem mit inneren und äußeren Konflikten sowie psychischen Fähigkeiten die das aktuelle Erleben und Verhalten beeinflussen. Sie geht davon aus, dass hinter psychischen Störungen oft ungelöste unbewusste innere Konflikte, verdrängte Gefühle, unerfüllte Wünsche oder belastende Beziehungserfahrungen stehen, die zur Entstehung von Symptomen geführt haben .
Im geschützten therapeutischen Kontakt werden diese unbewussten Themen über die Beziehung zwischen Patient:in und Therapeut:in mittels Übertragung und Gegenübertragung besser verständlich. Ziel ist es, die Fähigkeit zur Selbstreflexion zu stärken und ein klareres Bewusstsein für die eigene Lebensgeschichte und prägende Erfahrungen zu entwickeln. Auch aktuelle Belastungen und Krisen werden gemeinsam betrachtet und bearbeitet. Dadurch können Selbstsicherheit, Selbstakzeptanz und ein hilfreicher Umgang mit eigenen Konflikten wachsen.
Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie ist bis zum vollendeten 21. Lebensjahr möglich. Die Methoden richten sich nach dem Alter. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen steht meist das Gespräch im Vordergrund, bei jüngeren Kindern vor allem die Spieltherapie. Bezugspersonen (Eltern) werden ja nach Alter und Situation mit einbezogen und erhalten eigene Termine.
Die therapeutischen Sitzungen finden immer im Eins-zu-eins-Kontakt statt und unterliegen der Schweigepflicht, die einen vertraulichen und geschützten Rahmen sichert. Nur bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung muss die Schweigepflicht aufgehoben werden; dies wird stets offen besprochen.
Termine finden in der Regel einmal bis zweimal pro Woche statt. Es ist möglich die Themen in der Kurzzeittherapie (ca. 6 Monate) oder bei Bedarf in einer Langzeittherapie (ca. 2-3 Jahren) zu bearbeiten. Der genaue Zeitraum wird nach der Diagnostik gemeinsam besprochen.